Dunkle Geheimnisse der Soproner Weinregion: Kellereiführungen, bei denen die Geister der Vergangenheit anstoßen!
Sopron ist nicht nur eine Hochburg der ungarischen Weinkultur, sondern auch eine Stadt voller Geheimnisse und Legenden, in der die Gemäuer der Weinkeller immer wieder die Stimmen der Vergangenheit erklingen lassen. Die dunklen, mystischen Kellereien der Soproner Weinregion, der weltberühmte Kékfrankos sowie die keltisch- und poncichterbedingte Weinkultur laden jeden Besucher zu einer Zeitreise ein. Ob historische Weinverkostungen, exklusive Kellerführungen oder einfach entspannte Spaziergänge durch die unterirdische Stadt – Sopron verspricht ein sinnliches, einzigartiges Abenteuer für alle Sinne.
In diesem umfassenden Leitfaden öffnen wir für Sie die verborgenen Schätze der Soproner Weinregion, präsentieren die spannendsten Kellertouren und Weingüter, tauchen in die Poncichter-Traditionen ein und geben praktische Tipps sowie Unterkunftsempfehlungen, damit Ihr Besuch in der Stadt rundum unvergesslich wird.
Lassen Sie sich auf den Pfaden zwischen gotischen Gewölben, Weinkellern auf Schist-Boden und legendären Soproner Kellereien führen – wo man mit jedem Glas ein neues Geheimnis entdecken kann!
Die Geschichte und der Ursprung der Soproner Weinregion
Die Soproner Weinregion gehört zu den ältesten in Mitteleuropa, mit Spuren des Weinanbaus, die bis zu keltischen Siedlern zurückreichen. Bereits vor der Zeitenwende kannten die Kelten die fruchtbaren Terrassen rund um den Neusiedler See und genossen in Gemeinschaftszeremonien Weine aus den auf den Hügeln angelegten Rebstöcken. Das Römische Reich brachte den Weinbau und die Weinherstellung in Kolonien wie Savaria und Scarbantia weiter, worauf Amphoren, Tongefäße und zahlreiche Steingefäße auf dem Gebiet des heutigen Sopron entdeckt wurden.
Im Spätmittelalter trug die rasche Entwicklung der Stadt wesentlich zum Weinhandel bei, verstärkt durch die Aktivitäten der Poncichter-Familien und die günstigen Lagen der umliegenden Weinberge. Im Lauf der Geschichte wurde Sopron mehrfach belagert, unter anderem durch französische Truppen im Jahr 1809, doch die Bewohner fanden in den Gewölbegängen ihrer Keller Schutz und versteckten dort auch ihre Weinbestände. Diese Kellerkultur, bewahrt durch das Erbe der Poncichter, ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil der Identität von Sopron.
Im 18. und 19. Jahrhundert erlangte Sopron den Ruf als „Hauptstadt des Kékfrankos“. Die Keller- und Weinkulturlandschaft, die sich aus den Poncichter-Vierteln und den unterirdischen Gängen entwickelt hat, parallel zur Entwicklung der lokalen Rebsorten und Weine wie dem Kékfrankos (Blaufränkisch) und dem Aszú-Furmint, prägt die Stadt bis heute. Ein Spaziergang durch die jahrhundertealten Keller von Sopron ist nicht nur eine Verkostung, sondern auch eine eindrucksvolle Reise in die Vergangenheit, bei der man die Fingerabdrücke vergangener Epochen an den Wänden spürt. Dieses Erbe fasziniert alle, die an Kultur, Geschichte und Wein interessiert sind.

Poncichter-Kultur und die dunklen Geheimnisse der Soproner Kellereien
Der Begriff „Poncichter“ leitet sich vom deutschen „Bohnenzüchter“ ab und bezeichnet die Familien der städtischen Bürger Soprons, die neben dem Weinanbau in großem Stil Bohnenernten betrieben. Ihre Kellereien prägen noch heute das Stadtbild, vor allem in den Vierteln Unter- und Ober-Poncichter, wo 500 Jahre alte Gewölbekeller, geschnitzte Steinsäulen und jahrhundertealte Holztüren die dunkle Vergangenheit verbergen.
Diese Keller dienten nicht nur der Weinlagerung, sondern waren auch Orte der Gemeinschaft. Familiäre Feste, geheime Treffen und legendäre Liebes- oder Geschäftsabschlüsse fanden hier statt, wovon die Einheimischen erzählen. Zu den bekanntesten Legenden gehören Geschichten von versteckten Schätzen, Flüstern in den Kellern und „Poncichter-Geistern“, die die dunkle Welt der Keller durchstreifen.
Man kann die Weingüter im Viertel, das sich von der Kossuth-Straße bis zu den Kellergassen an der Kőszegi-Straße erstreckt, meist im Rahmen von geführten thematischen Kellertouren besuchen. Hier erzählen die Gastgeber aus erster Hand die Geschichten und bieten Verkostungen mit regionalen Spezialitäten an. Viele Keller bewahren ihr Erbe durch moderne Veranstaltungen und gastronomische Programme, die das alte Kulturerbe beleben. Bei den Touren durch die labyrinthartigen, meist mehrstöckigen Keller, die oft unter heutigen Gebäuden verborgen sind, kann man den dunklen Geheimnissen der Soproner Weinwelt auf den Grund gehen und die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart spüren.

Die mittelalterliche Kellerarchitektur und die unterirdische Stadt Sopron
Unter Sopron erstreckt sich eine verborgene unterirdische Stadt mit einem weitreichenden Netzwerk von Kellern, das sich über mehrere Kilometer erstreckt und sich unter der historischen Altstadt befindet. Im Mittelalter hatte die Kellerkultur auch eine Schutzfunktion: Bei Kriegen, Bränden oder Belagerungen boten die Gewölbe den Bewohnern Zuflucht. Bei der Bauweise dominieren die gewölbten, handgegrabenen Tunnel im Schist-Gestein, die auf Stabilität ausgelegt waren.
Charakteristisch sind die gotischen Gewölbe, die massiven Steinmauern und die aus Eichenholz gefertigten Türen, die nicht nur ästhetisch überzeugen, sondern auch ein ideales mikroklimatisches Umfeld für die Weinreife schaffen. Viele Keller sind mit den Kellergewölben der angrenzenden Häuser verbunden, was die Entstehung einer „unterirdischen Stadt“ zur Folge hat, die von Sagen und romantischen Legenden durchdrungen ist.
Sowohl barocke als auch neorenaissance Elemente prägen die Bauwerke, z.B. die Kellereien Hacienda Vincellér, die Steigler-Keller oder das Gödör-Bistro. Bei den Themenführungen lassen sich nicht nur Weingeschichte, sondern auch architektonische Details und manchmal sogar keltische oder römische Fundamente entdecken.
Ein besonderes Detail ist, dass Keller häufig durch kleine unterirdische Kammern oder geheime Tunnel verbunden wurden, die bei historischen Ereignissen – etwa der französischen Besetzung 1809 – als Fluchtwege dienten. Diese Mehrschichtigkeit macht die faszinierende Kellerkultur Soprons zu einem besonderen Erlebnis.

Terroir des Fertő-Sees und die Stadt des Kékfrankos
Die Nähe zum Fertő-See, das besondere Klima und der Schist-Boden (geschichtet mineralkomplex) verleihen den Weinen aus Sopron ihren einzigartigen Charakter. Das Terroir ist geprägt von erhöhtem Säuregehalt, ausgeprägter Mineralität und den charakteristischen Aromen, besonders bei der Sorte Kékfrankos (Blaufränkisch). Diese Rebe ist besonders erfolgreich in der Region und hat sich zum Markenzeichen Europas entwickelt.
Sopron wird oft als „Hauptstadt des Kékfrankos“ bezeichnet – und das aus gutem Grund. Seit dem 18. Jahrhundert prägt diese Sorte die Weinlandschaft, und ihre volle, würzige und lange Nachklänge in Rotweinen bringen bei internationalen Wettbewerben immer wieder Erfolge. Zu den wichtigsten Kellereien, die den Kékfrankos im Angebot haben, zählen Steigler, Weninger und Pfneiszl. Darüber hinaus zählen auch Furmint, Királyleányka, Pinot blanc sowie Zweigelt zu den bedeutenden Sorten. Die nachhaltige Produktion, organische und biodynamische Weine sind zunehmend verbreitet, was den ökologischen Ansatz der Winzer widerspiegelt.
Das Terroir sowie Mikroklima ermöglichen es, Weine mit komplexen Aromen zu erzeugen, die lange lagerfähig sind. Bei den Verkostungen können Besucher die verschiedenen regionalen Terroirs vergleichen, z.B. die Weine vom Hang und den flachen Lagen, und dabei die Essenz von Sopron – aus Erde, Geschichte und Gemeinschaft – in jedem Glas spüren.

Bekannte Weingüter, Verkostungen und Veranstaltungstipps
Die Weinkultur in Sopron ist auch heute lebendig: Die historischen Weingüter und Kellereien veranstalten moderne Events, Themenverkostungen sowie Kellertouren. Besonders erwähnenswert sind die innovativen Bio-Weine der Steigler-Kellerei, die österreichisch-ungarische Tradition bei Weninger, die biodynamischen Weine der Pfneiszl-Brennerei und das familiäre Flair bei Mándli und Bónis-Reitter. Die Vinzeller-Weinberge bieten regelmäßig spezielle Führungen mit Verkostungen an, bei denen man die Geschichten der Winzer, die Weinsorten und die Verbindungen zur Region erlebt.
Die thematischen Führungen rund um den Poncichter-Mythos, die historischen Ereignisse wie die römische Weingeschichte oder die französische Besatzung 1809, sowie die Familiengeschichten der Winzerfamilien sind besonders beliebt. Viele Weingüter bieten auch kulinarische Programme mit regionalen Spezialitäten und Weinbegleitungen an. Für die Planung empfiehlt sich die Online-Reservierung im Voraus, um die schönsten Erlebnisse zu sichern. Ob klassische Rotweine, leichte Weißweine oder spezielle Süßweine – in Sopron findet jeder etwas nach seinem Geschmack.

Legenden und Geister: Das Märchenland der Soproner Kellereien
Seit Jahrhunderten prägen Geschichten und Legenden die Kultur der Soproner Keller. Die Sagen der Poncichter-Geister, Flüstern in den Steinwänden, versteckte Schätze und romantische Familienlegenden bereichern die Verkostungen und Führungen durch die historischen Gewölbe. Es wird erzählt, dass die Chronisten der Stadt Bilder von Geistern gesehen haben, die nachts an den gotischen Bögen zechten oder sich in den Tunneln aus der französischen Besetzung 1809 verbargen. Ebenso reichen die Mythen bis in die römische Zeit zurück, wo die Keller wichtige wirtschaftliche und soziale Funktionen hatten.
Bei den Kellerführungen berichten Besucher oft von unheimlichen Begegnungen, von Flüstertönen in der Nacht, von unerklärlichen Wärmeentwicklungen bei bestimmten Weinen oder von geheimen Räumen, die nur der Kellermeister betreten darf. Diese Geschichten – ob wahr oder nur urbaner Mythos – gehören untrennbar zum Zauber der Soproner Weinwelt und verleihen den Kellerführungen eine zusätzliche mystische Dimension.
Neben den Legenden sind auch die Artefakte der Keller – alte Holzkäfige, Tonkrüge und die Steinmauern – Teil des Gesamterlebnisses. Hier wird jeder Weingenuss zu einer kleinen Zeitreise in die Geschichte von Sopron.

Praktische Tipps für die Kellertouren 2025
Damit Ihre Tour durch die Weinkeller von Sopron zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, empfehlen wir einige praktische Hinweise. Die meisten Themenverkostungen und exklusiven Kellerführungen sind im Voraus zu reservieren, insbesondere im Jahr 2025, da die Region voraussichtlich noch beliebter wird.
In jedem Fall sollte man sich bequem und mehrlagig kleiden, da die Keller auch im Sommer kühl bleiben (ca. 12–15 °C). Die Wege zwischen den Kellern verlaufen oft uneben auf Kopfsteinpflaster, weshalb geschlossene Schuhe zu empfehlen sind. Nach Einbruch der Dunkelheit kann eine Taschenlampe oder das Handy als Lichtquelle nützlich sein.
Beim Besuch ist die Etikette wichtig: Die Keller, vor allem die aus der Poncichterzeit, sind historische Bauwerke, in denen Stille, Respekt und das Befolgen der Anweisungen des Winzers oberste Priorität haben. Fotografieren ist in vielen Kellern erlaubt, jedoch manchmal eingeschränkt. Vorab die Erlaubnis erfragen ist ratsam.
Wenn Sie eine Kellerführung mit Schwerpunkt auf Kékfrankos, organischen oder biodynamischen Weinen buchen möchten, empfiehlt es sich, im Voraus die gewünschten Themen festzulegen. Lokale Tourismusbüros oder die offizielle Website der Soproner Weinregion sind hierbei eine wertvolle Ressource für Reservierungen und aktuelle Programme.

Unterkunftsempfehlungen in Sopron
Für Ihren Aufenthalt in der Weinregion ist die Wahl der passenden Unterkunft entscheidend. Nach den Wein-Veranstaltungen und Kellerführungen bieten komfortable, serviceorientierte Hotels den perfekten Rahmen zur Erholung. Besonders hervorzuheben ist das Hotel Szieszta, das eine zentrale Lage, umfangreiche Angebote und einen Wellnessbereich bietet – ideal für Weinliebhaber, Paare und Familien.
Das Hotel überzeugt durch die ruhige Lage im Grünen in den Lővérek, dennoch sind die Innenstadt und die Weinkeller in kurzer Zeit erreichbar. Es verfügt über einen Wellnessbereich mit Sauna, Pool und modernen Fitnessräumen – perfekt nach den Weinverkostungen. Die freundliche Betreuung, das hauseigene Restaurant, die umfangreiche Frühstücksauswahl sowie Familien- und Kinderangebote bieten ein vorzügliches Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Hotel Szieszta ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge – seien es Stadtführungen, Kellertouren oder Ausflüge zum nahegelegenen Neusiedler See. Die Mitarbeiter helfen gern bei der Planung, damit Ihr Aufenthalt in der Weinregion unvergesslich bleibt.
Alternativen in der Stadt sind das Pannonia Hotel, das sich im Stadtzentrum befindet und sich vor allem für kulturinteressierte Gäste eignet, sowie das Boutique-Hotel Wollner, das eher kleinere Gruppen und Businessreisende anspricht. Das Fagus Hotel Conference & Spa bietet eine moderne Umgebung, legt aber mehr Wert auf eine familiäre Atmosphäre.

Häufig gestellte Fragen (HGF)
1. Wie reserviere ich einen Platz für eine Kellertour oder Weinverkostung in Sopron?
Die meisten Weingüter und Kellereien wie Steigler oder Weninger bitten um eine vorherige Reservierung. Diese ist meist online auf den offiziellen Websites möglich, beispielsweise bei Steigler Weingut oder über die offizielle Website der Soproner Weinregion. Für größere Gruppen oder exklusive Veranstaltungen empfiehlt sich eine Buchung einige Tage vor dem Termin.
2. Welche Weinsorten sind in Sopron unverzichtbar, und welche Weingüter sollte man unbedingt besuchen?
Der unbestrittene Favorit ist der Kékfrankos (Blaufränkisch), aber auch Furmint, Királyleányka, Zweigelt und Pinot blanc sind typisch. Empfehlenswerte Weingüter sind Steigler, Weninger, Pfneiszl, Mándli, Bónis-Reitter sowie die Vinzellér-Kellerei – alle mit eigener Handschrift und Geschichte.
3. Werden in Sopron thematische Kellerführungen zu historischen oder legendären Themen angeboten?
Ja, verschiedene Weingüter bieten spezielle Touren zu Poncichter-Legenden, römischer Weingeschichte oder der französischen Besatzung im Jahr 1809 an. Diese Führungen vermitteln spannende Hintergründe und beinhalten oft exklusive Verkostungen.
4. Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in der Soproner Weinregion?
Ganzjährig sehenswert, aber besonders im Frühling und Herbst, wenn die Weinberge in voller Pracht stehen und die Events im Freien oder bei Weinverkostungen im Freien stattfinden. Im Winter bieten die unterirdischen Keller eine besonders gemütliche Atmosphäre.
5. Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Unterkünfte, besonders im Hotel Szieszta?
Sopron bietet eine vielfältige Unterkunftsauswahl mit guten Preisen. Das Hotel Szieszta ist eine hervorragende Wahl mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, freundlichem Service, Wellness und komfortablen Zimmern. Es ist günstiger als einige Boutique-Hotels im Stadtzentrum, bietet aber dennoch alles für einen gelungenen Aufenthalt.
Starten Sie Ihr einzigartiges Erlebnis in der Soproner Weinregion! Buchen Sie eine Kellertour, entdecken Sie die pulsierende Kékfrankos-Hauptstadt unter der Erde und genießen Sie die perfekte Kombination aus Geschichte, Tradition und erlesenen Weinen. Mit einer guten Unterkunft wie dem Hotel Szieszta wird Ihr Aufenthalt unvergesslich – Sopron wartet mit seinen dunklen Geheimnissen und einem Glas auf Sie!
